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EVI LICHTUNGEN 2020
Fabrizio Plessi_La Stanza del Mare, 1990

Die Internationale Licht Kunst Biennale Hildesheim EVI LICHTUNGEN zeigt im Januar 2020 die Arbeit La Stanza del Mare von Fabrizio Plessi. 

 

Seit 1968 ist Wasser das werkbestimmende Element des international führenden Videokünstlers Fabrizio Plessi. In seinen beeindruckenden, raumgreifenden Videoskulpturen und -installationen kombiniert er verschiedene, zunächst opponierende Materialien und erzeugt somit sowohl einen visuellen als auch einen inhaltlichen Reiz. In der vorliegenden Arbeit verdichtet Plessi durch die Verbindung von Naturmaterialien mit technischen Geräten die Essenz seines Werkgedankens: „La Stanza del Mare, der Meeresraum, zeigt eine lange Reihe […] gleichartige[r] Schränke aneinander gestellt. Die Videos der Monitore im oberen Bereich der Schränke zeigen Meerwasser und die Wellen der Brandung. Anstelle der Türen sind zahlreiche Querlatten angebracht, die in der Höhe nach oben so weit reichen, daß sie die Monitore partiell verdecken. Die Hölzer sind unterschiedlich in Farbe und Qualität, Alter und Zustand, so daß eine poetische Struktur entsteht, beinahe wie ein impressionistisches Gemälde. Sie erinnern an Treibhölzer, die das Meer von Zeit zu Zeit an den Strand spült. Eben jene Hölzer sind es, die hier nun eine Barriere aufbauen, als wollten sie das Meer beschützen vor den Augen der Betrachter, vor den Besuchern der Strände, vor den Zerstörern der Schönheit der Natur. Diese Schränke - hier als Raum bezeichnet - sind zu verstehen als eine Hymne an das Meer, eine Liebeserklärung an das Wasser.“ (Dorothea van der Koelen, Fabrizio Plessi, Opus Video Sculpture, Werkverzeichnis der Videoskulpturen und -installationen 1976-1988, Mainz und München 1988, S.246/250)



 

Die Arbeit besteht aus 10 Eisenschränken, von denen fünf aus der Sammlung des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe zur Verfügung gestellt wurden, und die restlichen fünf Bestandteile von der T.W. Stiftung in Hamburg. Somit wird “Stanza del Mare" zum ersten Mal seit ca 30 Jahren komplett der Öffentlichkeit präsentiert. 


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